Biohof Waas

tl_files/kirchdorf/02-ueber-uns/lieferanten/Waas_Monika_und Rudi.jpgRudi Waas und seine Frau Monika führen einen Biohof in Niederbayern, von dem man vor 20 Jahren noch gesagt hat, dass er so gar nicht funktionieren kann.

Experten des ökologischen Landbaus gingen damals davon aus, dass ein Biohof nicht ohne Tiere wirtschaften kann, weil man im Ackerbau auf die Düngemittel aus der Tierhaltung angewiesen ist. Damals wurde dieses Thema sehr kontrovers und heftig diskutiert.

Heute kann Rudi Waas nur noch darüber schmunzeln. Er hat jetzt eher Probleme, dass seine Böden teilweise zu gut organisch gedüngt sind und die Kulturen zu stark wachsen – und das alles mit den pflanzlichen Nährstoffen aus dem eigenen Betrieb, also voll ökologisch.

Wie alles anfing

Angefangen hat alles ganz klein in Zeholfing im niederbayerischen Isartal. Die Eltern von Rudi Waas hatten einen kleinen 12 Hektar Betrieb mit Schweinemast und Getreideanbau. In den 60er Jahren fingen die Eltern an, wie viele andere Betriebe in der Region Gemüse anzubauen.

Es entstand eine regionale Infrastruktur zur Gemüseverarbeitung. In Zeholfing selbst wurde eine Sammelstelle für die nahe Konservenfabrik eingerichtet. Und so eröffnete sich für viele kleine und mittlere Betriebe eine lukrative neue Erwerbsmöglichkeit.

Ende der 60er Jahre änderte sich die Situation für die Erzeuger. Die Preise fielen. Die Gurken wurden nun woanders in noch größerem Stil industriell angebaut. Auch im Anbau selbst vollzog sich ein Wandel. Um den niedrigeren Preis mit höheren Erträgen zu kompensieren, wurden Düngung und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln stark gesteigert.
In dieser Zeit absolvierte Rudi Waas seine landwirtschaftliche Ausbildung. In der Berufsschule wurde ein hoher Aufwand an Pflanzenschutzmitteln und an Düngung propagiert.

tl_files/kirchdorf/02-ueber-uns/lieferanten/Waas_Elisa_mit_Kohlrabi.jpgEr hat diesen Ansatz von Anfang an mit Skepsis betrachtet. In seinen ersten Praxisjahren folgte er zwar noch dieser Richtung, hat aber dabei versucht, mit einer niedrigen Dosierung die toxische Belastung gering zu halten, mit dem „Erfolg“, dass die Kulturen nur sehr mäßig gediehen. Nach der Arbeit mit der Pflanzenschutzmittel-Spritze hat er sich oft körperlich schlecht gefühlt. So war seine Haltung gegenüber dem konventionellen Anbau von Anfang an kritisch.

tl_files/kirchdorf/02-ueber-uns/lieferanten/Waas_Kohlrabiernte.jpgDen eigenen Weg gehen

Es war ein allmählicher Sinneswandel, der Rudi Waas erkennen ließ, dass der konventionelle Anbau nicht der richtige Weg für ihn ist: „Man musste die Pflanzenschutzmittel bis zum 3. Tag vor der Ernte anwenden, das wollte ich nicht. Ich sitz nicht mein Leben lang auf der Spritze und bringe aus, was mich und meine Kunden schädigt.“

So gab es für ihn schließlich nur noch eine Alternative:
den ökologischen Anbau.

 

Weitere Informationen zum Bioland-Hof Waas können Sie im Flyer nachlesen »

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