Birne, Apfel, Kohl und Co.

Der ökologische Landbau im Umweltkreislauf

Der Grundgedanke der ökologischen Landwirtschaft besteht in einem respektvollen Wirtschaften mit und in den natürlichen Kreisläufen. Der ganzheitliche Ansatz versteht den bäuerlichen Betrieb als untrennbare Gesamtheit von Mensch, Tier, Boden und Pflanze. Der Bio-Landwirt hinterfragt seine Wirkung auf die Ökosysteme und fügt sein Handwerk harmonisch in die Kreisläufe der Umweltmedien ein.

„Frei von“

Im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft verzichtet der Ökolandbau konsequent auf den Einsatz von Mineraldüngern, bestimmten Pflanzenschutzmitteln und sogenannter grüner Gentechnik.

  • Bodenerhalt im Ökolandbau
  • Einsatz von Dung und Kompost
  • Vorbeugender Pflanzenschutz
  • Synergien in "Feld und Flur"
  • Ökologische Fruchtfolge
  • Ökologische Fruchtfolge

Bodenerhalt im ökologischen Landbau – Pflege eines lebendigen Systems

Der Boden ist das kostbarste Gut des Landwirt – sein Schutz und Erhalt sind die übergeordneten Ziele der ökologischen Anbauplanung. Die Pflege der Bodenfruchtbarkeit durch eine intensive Humuswirtschaft und nachhaltige Düngestrategien ist der Grundpfeiler des ökologischen Pflanzenbaus. Ziel ist die Erhaltung des guten Bodens und die Förderung des Bodenlebens.

Der Anbau pflanzlicher Erzeugnisse entzieht dem Boden Struktur- und Nährstoffe. Der ökologisch arbeitende Landwirt erhält die Fruchtbarkeit seiner Ländereien durch die Förderung der natürlichen Bodenprozesse – eine biologische, chemische und physikalische Hilfe zur Selbsthilfe. Vielseitige Fruchtfolgen mit Zwischenfrüchten, abwechslungsreiche Mischkulturen und der Anbau von Stickstoff anreichernden Pflanzen sind wesentliche Bestandteile seines Handwerks. Organische Dünger, wie Festmist und Humus werden auf Grund ihrer nachhaltigen Wirkung eingesetzt. Sie verbessern die Struktur und die Nährstoffnachlieferung des Bodens. Nitrat-, Ammonium- und Harnstoffdünger sind im ökologischen Pflanzenbau verboten – ihre leichte Löslichkeit belastet die Umweltkreisläufe und die Qualität der Erzeugnisse.

Weniger ist mehr – begrenzter Einsatz von Dung und Kompost

Die Richtlinien der ökologischen Anbauverbände begrenzen die eingesetzte Düngermenge auf den landwirtschaftlichen Flächen. Herkunft und Art der Düngemittel werden genau verfolgt. Die Bestimmungen des Pflanzenbaus koppeln den Tierbesatz des Betriebes an die verfügbaren Acker- und Grünlandflächen.

Die Gesamtmenge des eingesetzten Düngers wird durch die Anbauverbände stark reglementiert. Klärschlamm und Kompost aus der Müllverwertung dürfen in Bezug auf ihre Schadstofffrachten nicht eingesetzt werden. Dieses Vorgehen vermeidet eine Überdüngung und einen Stoffaustrag in die Umweltkreisläufe. Der Verzicht auf mineralische Dünger wirkt einer Versauerung der Böden und einer Nährstoffauswaschung entgegen.

Vorbeugender Pflanzenschutz – Entlastung von Nahrungskette und Umwelt

Das Ziel des ökologischen Pflanzenbaus ist die Selbstregulation von Boden und Pflanze zu stärken – auf gesundem Boden wächst eine starke Frucht. Eine Vielzahl prophylaktischer Maßnahmen unterstützen den Landwirt Pflanzenkrankheiten und Schädlingen vorzubeugen.

Biologisch arbeitende Landwirte verzichten auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel – im Anbau und nach der Ernte. Eine Behandlung mit Spritzmitteln zum Transportschutz der Früchte ist nicht erlaubt. Vorbeugende Maßnahmen und die Stärkung der Eigenregulation des Ökosystems haben Vorrang. Die gute landwirtschaftliche Praxis der Bio-Bauern, eine pflanzengerechte Standortwahl, abwechslungsreiche Anbauplanungen und der Einsatz von tierischen Helfern bilden die Basis des ökologischen Pflanzenschutzes.

Der ökologische Landbau entlastet so unsere Nahrungskette, den Wasser- und atmosphärischen Kreislauf von schadhaften Einträgen. Ist einmal, aller vorbeugenden Maßnahmen zum Trotze, ein behandelndes Eingreifen notwendig, regeln die Standards der ökologischen Anbauverbände den Vorzug natürlicher Mittel.

Robuste Pflanzensorten und tierische Nützlinge – Synergien in „Feld und Flur“

Der ökologische Pflanzenbau setzt bei der Auswahl der Pflanzensorten auf „Regionalität“. Ortstypische Pflanzen sind der Bodenqualität und den mikroklimatischen Bedingungen „gewachsen“ – mit geringerem Ertrag aber in guter Gesundheit. Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ist verboten.

Der ökologische Landbau setzt widerstandsfähige, Standort angepasste Pflanzen ein. Oft sind das fast vergessene Ur-Sorten, die den regionalen Bedingungen am bestens angepasst sind. Ihr Einsatz erhält die regionale Vielfalt und trägt zum Erhalt bedrohter Arten bei. So erwachsen ökologische Flächen zu vielfältigen Biotopen. Blüten- und artenreichen Pflanzenbestände in Feldrainen und Buntbrachen bieten heimischer Fauna Brut- und Lebensraum und ziehen Nützlinge an. Hummeln und Bienen als Bestäubungshelfer, aber auch Marienkäfer, Schlupfwespen im Einsatz gegen Schädlinge (um nur eine kleine Auswahl zu nennen).

Die ökologische Fruchtfolge – stark in Bodenpflege und Pflanzenschutz

Der ökologische Pflanzenbau gestaltet seine Fruchtfolgen besonders vielseitig, um neben der Bodenfruchtbarkeit, eine Ausbreitung von Schädlingen und Pflanzenkrankheiten zu verhindern. Die zeitliche Abfolge verschiedener Kulturen auf den Anbauflächen verhindert ein Fortpflanzen möglicher Schaderreger in Boden und Pflanze, sowie die Ausbreitung von Pflanzenkrankheiten. Mit diesen so genannten Fruchtfolgen unterdrückt der Landwirt zusätzlich ein starkes Auflaufen von Beikräutern, die sonst, rein mechanisch, mit Striegel und Hacke eingedämmt werden müssen.

Im ökologischen Pflanzenbau werden keine vollständig unkrautfreien Flächen angestrebt. Denn neben dem Risiko, ein Zwischenwirt für Pflanzenkrankheiten darzustellen, bieten sie einen guten Erosionsschutz der Flächen, verbessern die Bodenstruktur und bieten Nahrung und Lebensraum für Nützlinge.

Die ökologische Fruchtfolge – stark in Bodenpflege und Pflanzenschutz

Der ökologische Pflanzenbau gestaltet seine Fruchtfolgen besonders vielseitig, um neben der Bodenfruchtbarkeit, eine Ausbreitung von Schädlingen und Pflanzenkrankheiten zu verhindern. Die zeitliche Abfolge verschiedener Kulturen auf den Anbauflächen verhindert ein Fortpflanzen möglicher Schaderreger in Boden und Pflanze, sowie die Ausbreitung von Pflanzenkrankheiten. Mit diesen so genannten Fruchtfolgen unterdrückt der Landwirt zusätzlich ein starkes Auflaufen von Beikräutern, die sonst, rein mechanisch, mit Striegel und Hacke eingedämmt werden müssen.

Im ökologischen Pflanzenbau werden keine vollständig unkrautfreien Flächen angestrebt. Denn neben dem Risiko, ein Zwischenwirt für Pflanzenkrankheiten darzustellen, bieten sie einen guten Erosionsschutz der Flächen, verbessern die Bodenstruktur und bieten Nahrung und Lebensraum für Nützlinge.

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