Riedenburger Brauhaus, Riedenburg (Altmühltal)

Bayern ist in aller Welt für seine Brautradition bekannt, doch bis zum 30 Jährigen Krieg war der Wein das Hauptgetränk im Freistaat. Erst Herzog Maximilian I. kultivierte das Brauhandwerk in seinem Land. Bis dahin wurde in dörflichen Kommunbrauhäusern nach „eigener Fasson“ gebraut. Die Riedenburger Brauerei wurde 1866 gegründet - als das Bürgerbrauwesen noch Bestand hatte. Familie Krieger braute erstmalig nach dem bayrischen Reinheitsgebot - mit Hopfen, Malz, Hefe und Wasser.

Heute leitet Michael Krieger die Riedenburger Brauerei in der 4 .Generation. Er führte das Unternehmen an den ökologischen Markt. Seit 1994 arbeitet die Riedenburger Brauerei nach Bioland-Richtlinien.

Den eignen Weg verfolgen – das Konzept der Riedenburger Brauerei

Die Brauereiwirtschaft entwickelte sich in den vergangenen Jahrzehnten unter dem Druck des Marktes. Konzentrationsprozesse in der Branche führten zu einem Rückgang regionaler Brauereien . „Die Rahmenbedingungen für kleine mittelständische Brauereien änderten sich in den 80-iger Jahren rasant. Viele Kleinbrauereien gaben auf." Michael und Martha Krieger entwickelten ihr eigenes Unternehmenskonzept um den Fortbestand des Familienbetriebes zu sichern.

„Auf der einzig verantwortbaren Verbindung von Ökologie und Ökonomie baut die heutige ökologische Brauphilosophie, die Nachhaltigkeit und Bierqualität gleichermaßen verpflichtet ist.“

Reinheit und Ursprüngliches – Qualität der Riedenburger Brauerei

Die Riedenburger Brauerei schätzt das ehrliche Handwerk. Der Vorzug alter Getreidesorten, die reine und schonende Verarbeitung der Rohstoffe und der Verzicht auf künstliche Filtration stehen für die Qualität ihrer Verfahren.In der Massenabfüllung entwickelte sich die Filtration zur Notwendigkeit, um die Haltbarkeit der Biere zu erhöhen. Unter Genießern ist die künstliche Filtration umstritten, sie nimmt dem Bier wichtige Geschmacksträger. Michael und Martha Krieger nutzen die Spelzen der Braugerste zur natürlichen Filtration. Riedenburger Biere schmecken dadurch mild, vollmundig und vielschichtig.

„Höchste Qualität wird nur durch handwerkliche Bierherstellung und durch hochwertige ökologisch angebaute Zutaten erreicht. … Bei unserem werterhaltenden und traditionellen Brauverfahren bleiben die Biere naturbelassen durch Verzicht auf Filtration. Wertstoffe wie Eiweiß und Spurenelemente verbleiben im Bier. Sie tragen zu einer verbesserten Bekömmlichkeit und natürlichem Geschmack bei. Der hohe Eiweißgehalt der Urgetreidesorten Einkorn, Emmer, Dinkel führt zu erhöhtem Wohlgeschmack.“

Die Riedenburger Brauerei verbindet das moderne Brauhandwerk mit traditionellen Verfahren.

„Dies ist umso wichtiger, je natürlicher Rohstoffe und Verarbeitung sind. Deshalb nutzen wir das Wissen und die Rezepturen unserer Vorfahren wieder, die in Einklang mit der ökologischen Brauweise stehen.“

Rohstoffe mit Charakter - Ursorten der Riedenburger Brauerei

Die Riedenburger Brauerei verwendet unter anderem Urgetreidesorten. Michael und Martha Krieger förderten den Aufbau einer Erzeugergemeinschaft für ökologisches Getreide und Hopfen. Dinkel, Emmer und Einkorn werden so im ökologischen Klostergut der Benediktinerabtei Plankstetten und von Bioland-Landwirten aus der Region angebaut.

„Der Ertrag ist relativ gering, weshalb sie in den vergangenen Jahrzehnten für die konventionelle Landwirtschaft uninteressant geworden sind. Ihr wunderbarer Geschmack und ihr hoher ernährungsphysiologischer Wert ist Grund für uns daraus wieder wohlschmeckende Biere zu machen.“

Das Brauwasser wird der hofeigenen Urquelle entnommen. Das Wasser mit dem Prädikat „von ursprünglicher Reinheit“ wird naturbelassen ohne chemische Aufbereitung verwendet.

Möglichst naturbelassen – das Brauhandwerk der Riedenburger Brauerei

Getreide und Wasser bestimmen den ersten Schritt des Brauens. Das Keimen des Getreides im Wasser ist das bekannte Mälzen. Das Riedenburger Brauhaus gibt diesen Schritt nicht aus der Hand – eigenes Wasser, geprüftes Getreide, eigenes Malz sind die Sicherung der Riedenburger Qualität. Die Würze wird mit Hopfen gekocht. Die Riedenburger Brauerei setzt ganze Hopfendolden ein- ohne Schwefel-konservierung und Lösungmittelbehandlung. Die Hefe leitet den Gärvorgang ein. Die Riedenburger Hefe ist stammt aus eigener Reinzucht; angesetzt mit gentechnikfreien Zutaten. Die natürliche Gärung und Reifung benötigt ausreichend Zeit; bis zu 90 Tagen darf das Riedenburger Bier gären. In der folgenden Nachreife entwickelt das Bier seinen milden Charakter.

Ganzheitlich Verantwortlich – die nachhaltige Firmenpolitik der Riedenburger Brauerei

Der Trend der nachhaltigen Ernährung rückt die ökologische Erzeugung in den Vordergrund der Lebensmittelproduktion. Die Riedenburger Brauerei trägt hier eine wesentliche Verantwortung über ehrliches Handwerk, Gesundheit des Konsumenten, regionale Förderung und Schonung der Ressourcen. Ihre Rohstoffe aus ökologischer Landwirtschaft sind umweltschonend angebaut.Der Einsatz alter Getreidesorten gibt ihnen einen neuen Platz am Markt. Der Vorzug regionaler Rohstoffe stärkt die heimatliche Wertschöpfung und erhält die klein-bäuerlichen Strukturen des Altmühltals. Nicht zuletzt ist es der Codex der ordentlichen Braukunst, die wir schmecken und geniesen.

 „So sind es zum einen die ökologischen Rohstoffe, wie auch unsere ganzheitliche ökologische Überzeugung, die uns motiviert, Bier als Ganzes zu brauen und ihm seine gesundheitsförderlichen Eigenschaften nicht zu entziehen. Damit leisten wir mehr, als es selbst die strengen Bio-Vorschriften verlangen.“

 Mehr zum Handwerk der Riedenburger Brauerei finden Sie unter: www.riedenburger.de

Produkte:
Riedenburger Brauhaus, Bioland, Bayern